Windows 12: Was wirklich dran ist an „Hudson Valley Next" und CorePC

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Abstrakte Visualisierung der Windows-12-Gerüchte mit blauen Schichten und  neuronalen Mustern

Seit Wochen kursieren neue Gerüchte über einen Windows-11-Nachfolger. Codename „Hudson Valley Next", Architektur „CorePC", AI im Kern – und ein angeblich nahender Release. Wir haben die Quellen sortiert und zeigen, was belastbar ist und was Spekulation bleibt.

Kurzfassung für Eilige

  • Microsoft hat Windows 12 bisher nicht offiziell angekündigt.
  • Ein PCWorld-Artikel, der einen Release in 2026 nahelegte, wurde von der Redaktion selbst als fehlerhafte Übersetzung der deutschen Schwesterseite PC-Welt korrigiert.
  • Branchen-Beobachter wie Windows Central halten 2026 für unwahrscheinlich und tippen auf 2027.
  • Windows 11 erhält weiter Updates – Support ist mindestens bis 2030 gesichert.
  • Eilig hat es also weder Microsoft noch der Anwender.

Wie der „Windows 12 in 2026"-Hype entstand

Anfang März 2026 berichtete PCWorld, Windows 12 unter dem Codenamen „Hudson Valley Next" werde noch im selben Jahr erscheinen – mit tiefer KI-Integration und einer modularen CorePC-Architektur. Andere Tech-Medien griffen die Meldung auf, weil sie wie ein Original-Bericht wirkte: ohne Quellenangaben, ohne Verlinkungen.

Tatsächlich war es eine Übersetzung eines deutschen PC-Welt-Artikels, die ohne Hinweise auf die Originalquelle veröffentlicht wurde. Nach Kritik ergänzte PCWorld eine ungewöhnlich offene Editor's Note: Der Artikel entspreche „nicht den Standards von PCWorld" und hätte so nicht erscheinen dürfen. Neowin und andere Branchenmagazine machten den Vorgang publik.

Die eigentliche Substanz hinter der Meldung: alte Gerüchte, Leaks und Hardware-Partner-Aussagen, neu zusammengefasst – nicht mehr und nicht weniger.

Was Microsoft tatsächlich gesagt hat

In einem Microsoft-Learn-Beitrag vom Februar 2026 stellt das Unternehmen klar: Eine offizielle Ankündigung von Windows 12 gibt es nicht. Windows-Chef Pavan Davuluri spricht in Interviews stattdessen über die schrittweise Weiterentwicklung von Windows 11 – mit immer tieferer Copilot-Integration und „Continuous Innovation"-Updates statt großer Versions-Sprünge.

Microsofts aktueller Fokus liegt erkennbar darauf, Windows 11 zu stabilisieren und mit KI-Features auszustatten, statt eine neue Versionsnummer zu pushen.

Was am Begriff „Hudson Valley Next" dran ist

„Hudson Valley" und „Germanium" sind interne Microsoft-Codenamen, die in geleakten Build-Referenzen aufgetaucht sind. Sie bezeichnen aber nicht zwingend ein neues Windows 12 – sondern können auch als Plattform-Updates innerhalb von Windows 11 erscheinen.

Was hinter den Codenamen technisch geplant scheint:

  • CorePC-Architektur: Modularer Aufbau, der je nach Gerät (Desktop, Tablet, schlanker Laptop) unterschiedlich konfiguriert wird. Trennung zwischen Betriebssystem-Kern, Apps und Nutzerdaten.
  • State Separation: Wenn ein Teil des Systems abstürzt, soll der Rest unbeeinträchtigt weiterlaufen – kein klassischer Bluescreen mehr.
  • Tiefere KI-Integration: Copilot soll vom Add-on zu einem zentralen System-Bestandteil werden. Kontextbasierte Vorschläge, semantische Suche, automatische Inhaltskategorisierung.

Wann diese Komponenten in einem Produkt namens „Windows 12" landen oder weiter als Windows-11-Updates verteilt werden, ist offen.

Hardware: Brauchst du bald einen neuen PC?

Mehrere Leaks deuten darauf hin, dass eine kommende Windows-Generation eine NPU (Neural Processing Unit) mit mindestens 40 TOPS Rechenleistung voraussetzen könnte – also einen dedizierten KI-Chip, wie er in „Copilot+ PCs" verbaut wird.

Was das praktisch heißt:

  • Aktuelle Standard-PCs ohne NPU werden voraussichtlich eine eingeschränkte Version bekommen.
  • Volle KI-Funktionalität ist Geräten mit Snapdragon X, Intel Core Ultra Series 2 oder AMD Ryzen AI vorbehalten.
  • Wer heute einen PC kauft und ihn länger nutzen will, sollte auf NPU-Unterstützung achten.

Bestätigt ist das alles aber noch nicht.

Was bedeutet das für dich als Windows-11-Nutzer?

Drei Dinge sind ziemlich sicher:

  1. Kein Druck zum Wechseln. Windows 11 wird Microsoft mindestens bis 2030 mit Updates versorgen. Wer heute auf Windows 11 ist, hat Jahre Zeit.
  2. Windows 10 läuft aus. Der reguläre Support für Windows 10 endete im Oktober 2025. Privatanwender können sich kostenlos für ESU (Extended Security Updates) anmelden, die bis Oktober 2026 laufen. Danach wird Windows 10 zur Sicherheitslücke.
  3. Ein Wechsel auf Windows 11 lohnt sich jetzt. Wer von Windows 10 noch nicht migriert hat, sollte das in den kommenden Monaten tun – egal ob Windows 12 kommt oder nicht.

Windows 11 Pro: Welche Vorteile hat die Profi-Version?

Wer noch mit Windows 11 Home oder einer älteren Version arbeitet, verzichtet auf wichtige Funktionen, die für Power-User und kleine Unternehmen sinnvoll sind:

  • BitLocker-Verschlüsselung für ganze Laufwerke
  • Hyper-V für virtuelle Maschinen
  • Remote Desktop Server (eingehende Verbindungen)
  • Gruppenrichtlinien und Domänen-Anbindung
  • Windows Sandbox zum sicheren Testen verdächtiger Software

Bei uns gibt es Windows 11 Pro für 29,99 Euro – ein faires Upgrade für alle, die mehr aus ihrem PC herausholen wollen.

Fazit: Abwarten und Tee trinken

Windows 12 ist noch keine Realität, sondern eine Sammlung aus Codenamen, Leaks und gelegentlich übereifriger Berichterstattung. Wer Windows 11 nutzt, kann entspannt bleiben. Wer noch auf Windows 10 sitzt, sollte unabhängig von Windows 12 zeitnah upgraden.

Wir verfolgen die Entwicklung weiter und melden uns, sobald Microsoft etwas Belastbares verkündet.

Quellen und weiterführende Lektüre:

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